Australian Open Wetten Schweiz: Was Sporttip und Jouez Sport tatsächlich bieten
Stand: 19. Oktober 2026 · geprüft gegen die Spielregeln der Veranstalter (Swisslos Sporttip, Loterie Romande Jouez Sport) sowie die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten.

Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres und für Schweizer Spielende vor allem eine Frage der Zeitverschiebung: Die Spiele beginnen in Melbourne am frühen europäischen Morgen, was Livewetten während des Tages in der Schweiz erlaubt. Wer auf das Turnier setzen will, hat in der Schweiz keine breite Auswahl. Das Geldspielgesetz lässt nur zwei Veranstalter zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer einen anderen Namen aus einer Sportreklame oder einem Werbebanner kennt, hat es mit einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung zu tun, der auf der Sperrliste der Gespa landen kann und für den die Schweizer Spielerschutzregeln nicht greifen.
Was das praktisch heisst, was ein Wettschein kostet und worauf Spielende achten müssen, bevor sie auf einen Matchwinner, ein Satzergebnis oder die Zahl der Spiele setzen, steht im Folgenden Abschnitt für Abschnitt.
Verlustlimiten, Spielsperre und Schutzregeln – der Rahmen, bevor ein Wettschein ausgefüllt wird
Wer in der Schweiz auf ein Match der Australian Open wettet, setzt unter den Schutzregeln, die für jedes andere Sportereignis gelten. Die Grenzen werden vor der ersten Teilnahme gesetzt, sie lassen sich jederzeit senken, und sie greifen bei einem Grand-Slam-Turnier genauso wie bei einem Sonntagsspiel in der Super League.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme verlangt Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – eine Frist, die das impulsivere Hochsetzen unterbricht, ohne das dauerhafte Anpassen zu blockieren. Ergänzend lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Die Loterie Romande verfährt im Grundsatz gleich; sie orientiert sich an derselben Konzessionslogik, schreibt aber ihre eigenen Limits in den Jouez-Sport-Bedingungen fest. Beide Veranstalter wenden die 72-Stunden-Frist an, obwohl das Geldspielgesetz nur 24 Stunden vorsieht.
Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst einrichten. Vor Ablauf der Frist ist keine Aufhebung möglich. Eine unbefristete Sperre wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und in Liechtenstein gilt. Wer also für sich selbst eine Pause braucht, bekommt sie – wer für einen anderen entscheidet, muss den Weg über die zuständige Stelle gehen.
Mindestalter ist 18 Jahre. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Konto im Namen der spielenden Person; anonyme Auszahlungen und Kryptowährungen sind im bewilligten Schweizer Markt nicht vorgesehen. Wer unter Spielsperre oder unter 18 Jahren spielt, hat nach dem Gesetz keinen Anspruch auf Einsatz und Gewinn.
Was das mit einem Wettschein auf die Australian Open zu tun hat? Wer auf ein Match Sinner gegen Alcaraz setzt, hat in derselben Sekunde entschieden, ob er sich an die gesetzten Limiten hält oder nicht. Das gilt auch um drei Uhr morgens europäischer Zeit, wenn in Melbourne das Halbfinale beginnt.
Wettarten, Quoten und Marge – was ein Wettschein auf die Australian Open hergibt
Eine Wette auf die Australian Open läuft bei Sporttip und Jouez Sport auf die Wettarten hinaus, die die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten für Tennis zulässt. Drei Typen tragen den Alltag: Siegerwetten auf das Match, Satzwetten auf die Zahl der Sätze und Gesamtzahlwetten auf die Anzahl Spiele.
Sieger, Sätze, Spiele: das Grundgerüst
Eine Einzelwette auf den Matchwinner ist die einfachste Form. Wer bei Sporttip auf einen Spieler setzt, dessen Quote bei 1.90 liegt, und CHF 10 einsetzt, bekommt bei einem Sieg CHF 19 zurück; der Nettogewinn sind CHF 9. Die Quote multipliziert mit dem Einsatz ergibt den Bruttogewinn; der Gewinn wird auf zwei Nachkommastellen gerundet und auf 5 Rappen genau abgerechnet.
Kombinationswetten multiplizieren die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote. Ein Wettschein mit drei Treffern zu 1.90, 2.10 und 1.80 hat die Gesamtquote 1.90 × 2.10 × 1.80 = 7’182; bei CHF 10 Einsatz wird im Erfolgsfall CHF 71.82 ausbezahlt. Bei Sporttip gibt es einen Kombiboost auf den Nettogewinn: ab vier Voraussagen steigt er von 5 % über 20 % bei sieben, 40 % bei zehn bis 100 % bei fünfzehn Tipps. Jede Einzelquote muss dafür mindestens 1.50 betragen; das Boost-Angebot gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und ist in Einsatz und Bonus limitiert.
Systemwetten decken mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen ab, was kleinere Fehler verzeiht, aber den Einsatz vervielfacht. Pro Systemwette sind bei Sporttip bis zu CHF 10’000 erlaubt, pro Einzel- oder Kombinationswette bis zu CHF 1’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über dem Limit wird nicht angenommen. Der Mindesteinsatz liegt für alle Formen bei CHF 1.
Was die Quote über das Risiko verrät – die Marge
Eine Quote ist nie isoliert. Sie spiegelt die Wahrscheinlichkeit, die der Veranstalter dem Ereignis gibt, und enthält zugleich seinen Anteil an jedem Franken, der gesetzt wird. Diese Marge lässt sich für einen Markt berechnen, sobald alle Quoten feststehen.
Ein einfaches illustratives Beispiel: Für ein Zweiwege-Match ohne Unentschieden bietet der Veranstalter beide Sieger zu je 1.90 an. Die Auszahlungsquote dieses Marktes beträgt dann 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 %. Die Marge ist 100 % minus 95 % = 5 %. Anders gesagt: Von jedem CHF, der insgesamt auf den Markt gesetzt wird, wandern 5 Rappen in die Kasse des Veranstalters. Steht ein Match bei 1.80 und 2.10, läge die Auszahlungsquote bei rund 92,7 % und die Marge entsprechend bei etwa 7,3 %. Bei grossen Favoritenkonstellationen am Turnieranfang sind die Margen typischerweise enger, in späten Runden mit klaren Rollenverteilungen oft weiter.
Diese Marge ist der Preis, den jede Wette trägt – auch der Gewinnerschein. Wer konsequent auf 1.90/1.90 setzt, verliert langfristig 5 % seines Umsatzes, unabhängig davon, wie gut er die Spieler einschätzt. Wer die Marge kennt, kann Quoten verschiedener Anbieter vergleichen: Bei identischem Spielermarkt zeigen 1.95/1.95 und 1.90/1.90 ein ganzes Prozentpunkt Unterschied im erwarteten Verlust.
Auf den Australian Open ist die Marge im Sieger-Markt am niedrigsten, bei Gesamtzahlwetten auf Spiele und Sätze wegen der vielen möglichen Ergebnisse üblicherweise höher. Ein Blick in das Wettprogramm vor einem Match lohnt sich genau dafür: Wer viele kleine Wetten platziert, sollte die Gesamtlinie im Auge behalten.
Quotenboosts, Profitboosts, Cash-Out
Beide Schweizer Veranstalter werben mit Boosts, und beide schreiben ihre Regeln dazu selbst. Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen genannten Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost ersatzlos.
Cash-Out selbst – die vorzeitige Auszahlung eines offenen Wettscheins – ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out. Eine Teilauszahlung ist nicht möglich, ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und der Cash-Out-Betrag liegt unter dem, was bei normalem Verlauf ausgezahlt worden wäre. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer auf den Australian Open live mitverfolgt und Cash-Out nutzt, hat keine Garantie, dass das Angebot für den gewünschten Markt erscheint.
Spielplan der Australian Open und was er für Wettende bedeutet
Die Australian Open sind ein Zweiwochen-Turnier im Melbourne Park, das jeweils im Januar läuft. 2026 wurde die Ausgabe vom 18. Januar bis 1. Februar ausgetragen; für 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt. Das Turnier spielt auf Hartplatz – bis 2007 Rebound Ace, ab 2008 Plexicushion, seit 2020 GreenSet, ein Belag, der hohe Ballgeschwindigkeiten erlaubt und Aufschläfer bevorteilt.
Herren spielen auf drei, Damen auf zwei Gewinnsätze
Die Struktur ist im Tennis ungewöhnlich. Bei den Herren entscheidet ein Match über drei Gewinnsätze, bei den Damen über zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt; im Entscheidungssatz greift ein Match-Tiebreak bis zehn Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Für Wetten heisst das: Eine Wette auf einen 3-Satz-Sieg der Herren kann sich sehr schnell entscheiden, eine Wette auf den Match-Tiebreak im fünften Satz kommt bei den Damen erst gar nicht vor. Wer sein Wettverhalten auf das Turnier abstellt, sollte diese Unterschiede vor dem ersten Wettschein kennen.
Die Qualifikation beginnt mehrere Tage vor dem Hauptfeld; in der ersten Woche werden fast alle Erstrundenmatches beider Konkurrenzen absolviert, in der zweiten die Finals. Da Melbourne neun bis zehn Stunden vor Mitteleuropa liegt, starten die Matches in der Schweiz am späten Abend oder in der ersten Nachthälfte, was Livewetten während des Tages ermöglicht – Spielerinnen und Spieler aus der Schweiz können morgens einsteigen und das Spiel vor der Arbeit mitverfolgen.
Was ist 2026 passiert, was steht 2027 an
Die Australian Open 2026 wurden entschieden: Carlos Alcaraz holte den Titel bei den Herren, Jelena Rybakina bei den Damen. Rekordsieger der Open Era bleibt Novak Djokovic mit zehn Herreneinzeltiteln; bei den Damen führt Serena Williams mit sieben Titeln, Margaret Court kommt auf elf Einzeltitel insgesamt, darunter Titel vor 1969. Wer auf die kommende Ausgabe setzen will, schaut nicht zuletzt auf diese Historie, weil sie zumindest die Wahrscheinlichkeit prägt, mit der die ganz grossen Namen die letzten Runden erreichen.
2027 läuft vom 17. bis 31. Januar; was sich an Formatierung, Schirmherrschaft oder Belag bis dahin ändert, ist derzeit nicht angekündigt. Gesetzt wird auf denselben Bedingungen, mit demselben Spielmodus und derselben Match-Tiebreak-Regel im Entscheidungssatz.
Veranstalter und ihre Angebote – die Rangliste
Die Rangliste, die diesem Vergleich zugrunde liegt, ist keine Rangliste der Werbeversprechen. Sie sortiert nach den harten Kriterien, die für Schweizer Spielende entscheidend sind: Sitz in der Schweiz, Schweizer Bewilligung, Sprache der Spieloberfläche, Servicegebiet und Verfügbarkeit der Wettarten, die die Australian Open betreffen. Acht der zehn aufgeführten Marken haben keine Schweizer Bewilligung und werden als Referenz geführt, weil Werbung und Webseiten von ihnen in der Schweiz sichtbar sind – nicht, weil sie hier spielen dürfen.
Die nachfolgende Tabelle ordnet die Veranstalter nach Bewilligungsstatus ein. Was jenseits der Tabelle steht, ist in den folgenden Abschnitten ausgeführt.
Übersicht: Veranstalter, Bewilligung und Trägerschaft
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Träger / Bewilligung wie gemeldet |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligt | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS); SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligt | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS); Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport |
| Rainbet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BassBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| DirectionBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betovo | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | Ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung wie gemeldet: nicht ausgewiesen – ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Tabelle zeigt nicht, was die acht Anbieter ohne Bewilligung anbieten – sie zeigt nur, dass sie keine haben. Was sich zu jedem dieser Namen sagen lässt, ohne Werbung zu machen und ohne etwas zu erfinden, steht im Anschluss.
Swisslos Sporttip
Swisslos trägt das Grand-Slam-Turnier für die deutschsprachige Schweiz: Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, fällt in das andere Lotteriegebiet.
Sporttip deckt das gesamte Spektrum ab, das ein Grossspielveranstalter in der Schweiz anbieten darf: Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten, Prematch- und Livewetten, Cash-Out für ausgewählte Märkte, sowie Quoten- und Profitboosts und einen Kombiboost. Die Verlustlimiten werden vor der ersten Teilnahme gesetzt, der Zugang ist ab 18 Jahren möglich, und die Online-Registrierung verlangt einen Wohnsitz im Vertragsgebiet sowie eine Ausweisprüfung, bei der die hochgeladenen Dokumente gegen Adressdatenbanken abgeglichen werden. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten.
Für die Australian Open heisst das: alle drei Wetttypen sind verfügbar (Sieger, Sätze, Spiele), der Kombiboost greift ab vier Voraussagen, und Cash-Out ist möglich, aber nicht für jedes Match garantiert.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die Westschweiz: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer dort wohnt, meldet sich direkt bei ihr an, nicht bei Swisslos. Die Loterie Romande hat 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; ihre Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.
Die Spielregeln orientieren sich am selben Konzessionsrahmen wie bei Swisslos: Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme, Online-Registrierung mit Ausweisprüfung, Spielsperre auf Antrag. Das Produkt Jouez Sport deckt die gleichen Wetten ab, die die Gespa-Liste für Tennis zulässt. Für Spielende, die in der Romandie wohnen, ist sie die einzige legal zugängliche Wettplattform.
Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo
Diese acht Marken erscheinen regelmässig in internationalen Vergleichsportalen und in Werbung, die Schweizer IP-Adressen erreicht. Keine von ihnen hält eine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland oder anderswo – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet wird, gewerbsmässig bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS).
Für Schweizer Spielende heisst das in der Praxis: kein Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Sperre, die hier greift, keine kantonale Aufsicht, kein Schutz im Streitfall. Die Gespa führt eine Sperrliste gesperrter Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, und neue Domains werden typischerweise innerhalb von Stunden nachgetragen, wenn Anbieter ausweichen. Wer über eine dieser Marken wettet, kann im Zweifel seinen Einsatz verlieren, ohne ein Recht, das hier durchgesetzt wird. Wer auf den Australian Open setzt und dafür zu einem dieser Anbieter geht, verlässt den Schweizer Rechtsraum.
Was der Vergleich zeigt
Zwei bewilligte Anbieter, acht ohne Bewilligung – der Schweizer Markt lässt keine andere Konstellation zu. Wer hier wettet, wählt zwischen Swisslos und der Loterie Romande – je nach Wohnkanton. Wer in einem anderen Kanton als den genannten lebt, kann nur persönlich an Verkaufsstellen spielen, sofern eine in seinem Kanton existiert, oder die digitale Plattform des anderen Veranstalters gar nicht nutzen. Wer mit Wohnsitz in der Schweiz auf einer ausländischen Plattform spielt, bewegt sich ausserhalb des gesetzlichen Rahmens und nimmt dessen Schutzregeln nicht in Anspruch.
Was ein Wettschein kostet – das Beispiel Spielplan und Schweizer Bewilligung
Was ein Wettschein real kostet, sieht man am besten dort, wo sich die harten Zahlen kreuzen: am Spielplan und an der Schweizer Bewilligung. Die Marge, die jeder Anbieter auf den Märkten nimmt, ist der Preis, den jede Wette trägt; sie ist auf den grossen Favoritenmärkten am niedrigsten und auf Spezialmärkten am höchsten. Cash-Out erscheint auf den ersten Blick wie ein zweiter Ausweg, ist aber selber eine Form von Marge: Der Rückkaufpreis liegt unter dem, was bei normalem Verlauf ausgezahlt worden wäre, und der Veranstalter behält die Differenz.
Beispielrechnung
Eine Einzelwette von CHF 10 auf den Matchwinner zu Quote 1.90 bringt im Erfolgsfall CHF 19 zurück, der Nettogewinn ist CHF 9. Eine Kombiwette aus drei Voraussagen zu 1.90, 2.10 und 1.80 mit gleichem Einsatz zahlt 1.90 × 2.10 × 1.80 × 10 = CHF 71.82 bei einem Nettogewinn von CHF 61.82 – vorausgesetzt, alle drei Voraussagen treffen ein. Bei einem Zweiwege-Markt, in dem beide Seiten zu 1.90 angeboten werden, liegt die Marge des Veranstalters bei rund 5 % des Umsatzes.
Wird die Wette live per Cash-Out vorzeitig aufgelöst, fällt der ausbezahlte Betrag niedriger aus als der bei regulärem Verlauf zu erwartende Gewinn. Cash-Out ist damit eine Variante der Marge, nicht ein Geschenk des Veranstalters.
Welche Wetten auf welche Phase des Turniers passen
Wer auf das Turnier setzt, sollte das Format im Kopf behalten: Bei den Herren entscheidet sich ein Match über drei Gewinnsätze, bei den Damen über zwei; im Entscheidungssatz greift ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Eine Wette auf einen klaren 3:0-Sieg bei den Herren ist wahrscheinlicher, wenn ein Spieler das Aufschlagspiel hält; bei den Damen ist ein 2:0 gegen eine starke Gegnerin kein Selbstläufer. Wer auf die Anzahl Spiele setzt, sollte beachten, dass enge Matches mit Tiebreaks die Linie nach oben treiben.
Die Spielregeln von Sporttip definieren die «reguläre Spielzeit» als die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Tennis gilt diese Bestimmung nicht direkt, weil es keine Nachspielzeit gibt – sie steht aber im Wettprogramm als Definition, an der sich Sporttip für andere Sportarten orientiert.
Grundlagen des Turniers und was den Wettmarkt prägt
Die Australian Open sind kein Grand-Slam-Turnier wie die anderen drei. Sie sind das erste des Jahres und fallen in den Hochsommer der Südhalbkugel. Der Belag ist Hartplatz, die Bedingungen wechseln zwischen extremer Hitze und schnellen Hallenmatches, und die Zeitverschiebung ordnet das Turnier europäischen Spielgewohnheiten unter.

Spielmodus im Detail
Herren spielen auf drei Gewinnsätze, Damen auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit Vorsprung von 2. Damit unterscheidet sich das Turnier von den French Open, wo im Entscheidungssatz kein Tiebreak gespielt wird, und gleicht Wimbledon und den US Open, wo dasselbe Format gilt. Für Wetten heisst das: Eine Wette, die den fünften Satz voraussetzt, kommt bei den Herren tatsächlich vor, eine Wette auf den dritten Satz bei den Damen ebenso; eine Wette auf den Match-Tiebreak bei den Damen kommt nie vor.
Historische Dominanz und ihre Bedeutung für die Quote
Novak Djokovic hält den Rekord bei den Herren mit zehn Titeln, davon drei in Folge 2019 bis 2021. Bei den Damen liegen Serena Williams mit sieben Open-Era-Titeln und Margaret Court mit elf Titeln insgesamt vorn, wobei Courts Titel teilweise vor 1969 fallen. Carlos Alcaraz und Jelena Rybakina gewannen die Ausgabe 2026, Alcaraz bei den Herren als erster spanischer Sieger seit geraumer Zeit. Wer auf den Favoritenmarkt schaut, sieht diese Namen in der Spitze wiederkehren – die Quote reflektiert die Historie, verfälscht aber nicht jedes Jahr aufs Neue.
Das erste Turnier wurde im November 1905 ausgetragen; die Australasian Lawn Tennis Association war ein Jahr zuvor gegründet worden. Die Open Era, ab der alle Profis zugelassen waren, begann 1969; vorher war das Turnier unter Amateurbedingungen ausgetragen worden. Die heute übliche Struktur des Hauptfelds mit 128 Spielern und 128 Spielerinnen gibt es seit Jahrzehnten.
Warum der Belag zählt
GreenSet, das seit 2020 verwendet wird, gilt als mittelschneller Hartplatz mit zuverlässigem Ballabsprung. Er lässt Aufschläfer glänzen und begünstigt Spielerinnen und Spieler mit schnellen, flachen Grundschlägen. Bis 2007 war Rebound Ace der Belag, der extrem schnelle Bedingungen lieferte; Plexicushion von 2008 bis 2019 wirkte etwas langsamer. Für Wetten, die die Belagspräferenz eines Spielers berücksichtigen, ist die Umstellung vor allem ein Faktor in der Längsschnittbetrachtung: Spieler, die auf GreenSet ihre besten Leistungen zeigen, sind nicht zwingend dieselben, die unter Rebound Ace dominierten.
Rechtslage, Steuern und was am Rand wichtig wird
Wer in der Schweiz auf die Australian Open wettet, wettet nach dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), das seit 1. Januar 2019 in Kraft ist und seit 1. Januar 2021 vom Geldspielkonkordat mit der Gespa als interkantonaler Aufsicht umgesetzt wird. Die Gespa beaufsichtigt die Grossspiel-Veranstalter, nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht.

Wer organisieren darf
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos (Produkt Sporttip) und die Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel sind nötig (Art. 21-25 BGS); die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Wer eine ausländische Lizenz besitzt – aus Malta, Curaçao oder einem anderen Staat – hat in der Schweiz kein Recht, Sportwetten anzubieten. Das schweizweite Anbieten ohne Bewilligung ist eine Straftat.
Servicegebiete: Swisslos deckt die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein ab; die Loterie Romande deckt die sechs Westschweizer Kantone ab. Wer in beiden Teilen der Schweiz wohnen möchte und bei beiden Veranstaltern spielen will, kann sich nicht registrieren – es darf sich jede Person nur einmal registrieren, beim Veranstalter ihres Wohnsitzes.
Was gewettet werden darf
Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Version 10.09.2026 bildet den Stand zum Zeitpunkt der Aufnahme dieses Beitrags. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind ausgeschlossen; Qualifikationsrunden sind nur bewilligt, wenn die Liste sie ausdrücklich nennt; Frauenwettbewerbe sind nur bewilligt, wenn die Liste sie ausdrücklich nennt; Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind nie bewilligt. Eckball- oder Kartenmärkte und ein Esports-Bereich sind auf der Gespa-Liste nicht zu finden.
Die Australian Open stehen auf dieser Liste, ebenso Damen- und Herreneinzel sowie Doppel. Wer das im Wettprogramm des Schweizer Veranstalters prüft, sieht einen vollständigen Spielmarkt vor jedem Match, oft mit Sieger-, Satz- und Spielzahlmärkten, gelegentlich mit Handicap-Linien.
Livewetten und Cash-Out
Livewetten sind bewilligt, vor und während des Spiels, sofern der Veranstalter die Bewilligung dafür hält. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Schiedsrichter-Entscheidungen kann Swisslos Wetten ebenfalls mit 1.00 werten. Für Tennis gilt das vor allem für den Fall, dass ein Spieler verletzungsbedingt aufgibt – der Ausgang steht dann fest, und Wetten, die später platziert werden, werden nicht mehr berücksichtigt.
Cash-Out ist keine regulatorische, sondern eine vertragliche Funktion. Sporttip bietet sie für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vollständig, ohne Teilauszahlung. Eine Garantie für jedes Spiel gibt es nicht; Swisslos behält sich vor, Cash-Out jederzeit zu ändern.
Steuern auf Wettgewinne
Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Die bundesrechtliche Schwelle liegt seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Über dieser Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die mit der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonale Schwelle weicht ab, weshalb der konkrete Betrag «je nach Kanton» steht. Für die allermeisten Spielenden bleibt es unter dem Freibetrag, und kein Quellensteuerabzug fällt an.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, können aber nach kantonalem Steuerrecht als Einkommen gelten – der Kanton Thurgau beispielsweise behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen. Wer das beurteilen muss, holt den Rat eines Steuerberaters oder der kantonalen Steuerverwaltung ein.
Werbung, Boosts und der strafbare Bereich
Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS). Werbung für bewilligte Spiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Eine Promo-Aktion, die nicht in dieser Liste auftaucht, ist nicht bewilligt.
Offshore und die Sperrliste
Wer auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat in der Schweiz keine Handhabe. Die Spielenden werden nicht bestraft; der Anbieter aber kann belangt werden, Einsatz und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Aufsicht, die die Fairness der Quoten prüft. Die Gespa führt eine Sperrliste gesperrter Domains; Schweizer Telekomanbieter blockieren sie per DNS, und das Domain-Hopping der Anbieter wird typischerweise innerhalb von Stunden nachgetragen. Ende 2025 waren 671 Domains auf der Liste.
Wer passt zu welchem Angebot
Das Schweizer Angebot an Sportwetten ist klein: zwei bewilligte Veranstalter, dazu eine Liste ausländischer Plattformen, die in der Schweiz nicht spielen dürfen. Wer fragt, welches Stück des Angebots zu ihm passt, sucht die Antwort weniger in einem Vergleich als in seinem eigenen Profil.
Spielende, die in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnen, sind mit Swisslos Sporttip am richtigen Ort. Sie haben alle Wetttypen, das Cash-Out, den Kombiboost und einen Ansprechpartner in der eigenen Sprache. Wer im Tessin wohnt, kann ebenfalls über Swisslos spielen – die italienische Oberfläche steht dort zur Verfügung, die Loterie Romande ist nicht zuständig.
Spielende, die in der Romandie oder im Jura wohnen, finden bei der Loterie Romande und Jouez Sport das gleiche Angebot in französischer Sprache und mit einer eigenen Verkaufsstellenstruktur in der Region. Wer zweisprachig aufgewachsen ist, kann theoretisch beim Veranstalter des Wohnsitzes spielen – eine zweite Registrierung beim anderen Veranstalter ist nicht zulässig.
Spielende, die eine Plattform mit mehr Märkten, mehr Boosts oder höheren Limits suchen, finden das bei den ausländischen Marken, die in der Schweiz Werbung machen. Sie akzeptieren damit, dass sie sich ausserhalb des Schweizer Rechtsraums bewegen. Im Streitfall hilft keine Schweizer Aufsichtsbehörde, und die Auszahlung hängt allein am Vertrag mit dem ausländischen Anbieter. Für die meisten Spielenden ist das kein vertretbares Risiko.
Wer aus irgendwelchen Gründen doch bei einer ausländischen Plattform landet – ein Werbebanner, ein Affiliate-Link, eine Empfehlung – kann den Zugang über den Schweizer Veranstalter ohne grossen Aufwand wieder schliessen, indem er sich registriert, eine erste Wette platziert und das Konto nutzt. Wer sich selbst aussperren will, kann das bei Swisslos für 1 bis 180 Tage tun; eine unbefristete Sperre trägt die Gespa in das schweizweite Register ein.
Wie sich Spielende orientieren können
Wer in der Schweiz Australian-Open-Wetten platziert, kann sich an drei Anker halten: an den Spielregeln des Veranstalters, an der Gespa-Liste der bewilligten Wettarten und an seinem eigenen Tageslimit. Die Spielregeln stehen online und liegen vor der ersten Teilnahme zum Lesen bereit; wer sie nicht liest, erfährt die Bedingungen spätestens dann, wenn er sie anwendet.
Vor dem ersten Wettschein steht die Frage nach der eigenen Limite. Wer ohne Limite spielt, hat sich gegen die eigenen Schutzregeln entschieden. Wer mit Limite spielt, hat einen klaren Anker für die Frage, ob ein Match den Einsatz wert ist oder nicht.
Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert, dass er im Voraus auf einen Teil des Gewinns verzichtet. Wer den Kombiboost nutzt, verlässt sich auf eine Quote von mindestens 1.50 je Voraussage und nimmt mindestens vier Auswahlen in Kauf. Wer Livewetten platziert, weiss, dass eine Wette, die nach dem Ausgang kommt, zur Quote 1.00 gewertet wird. Wer all das weiss, hat das Spiel verstanden und weiss, was ein Wettschein kostet.
Wer auf den Australian Open 2027 wetten will, findet das Spielprogramm ab Mitte Januar im Wettprogramm von Sporttip – soweit der eigene Wohnsitz im Vertragsgebiet liegt – und bei Jouez Sport für die Romandie. Wer auf ein internationales Match wettet, der findet die Quoten der beiden Veranstalter im direkten Vergleich; eine Differenz von ein paar Prozentpunkten in der Marge ist auf Dauer bares Geld.
Häufig gestellte Fragen
Wann fand das Turnier zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe angesetzt?
Die Australian Open 2026 wurden vom 18. Januar bis 1. Februar in Melbourne ausgetragen, mit Carlos Alcaraz und Jelena Rybakina als Siegern. Für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt; gespielt wird im Melbourne Park auf Hartplatz. Tickets, Quoten und Wettmärkte erscheinen jeweils einige Wochen vor Turnierstart im Wettprogramm der Schweizer Veranstalter.
Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur über die zwei bewilligten Grossspielveranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die deutschsprachige Schweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Ausländische Plattformen besitzen keine Schweizer Bewilligung und dürfen hier nicht legal angeboten werden; Werbung für sie ist strafbar, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.
Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?
Im Entscheidungssatz wird bei den Australian Open ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt, sowohl bei den Herren im fünften Satz als auch bei den Damen im dritten Satz. Das verlängert den Satz nicht mehr über ein 6:6 hinaus und verändert die Wettlinie auf Gesamtzahl Spiele: Eine Wette auf «über X Spiele» verliert an Wert, sobald der Tiebreak das elfte Spiel im Satz ersetzt. Auf den Sieger-Markt hat das wenig Einfluss; eine Wette auf «3:1 Herren» muss den Tiebreak im vierten Satz korrekt mitzählen.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Bruttogewinn ist das Produkt aus Einsatz und Gesamtquote (bei Kombinationen das Produkt der Einzelquoten); bei Sporttip wird der Betrag auf zwei Nachkommastellen gerundet und auf 5 Rappen genau abgerechnet. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter vom Markt nimmt; berechnet als 100 % minus die Auszahlungsquote eines Marktes. Beispiel: 1.90/1.90 ergibt eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %.
Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?
Vor der ersten Teilnahme setzen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; ergänzend ist eine freiwillige 30-Tage-Einzahlungslimite möglich. Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst einrichten; eine unbefristete Sperre wird schweizweit registriert und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein.
Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum bundesrechtlichen Steuerfreibetrag (CHF 1’071’000 seit 1.1.2026). Darüber zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonale Schwelle unterscheidet sich, weshalb der Freibetrag «je nach Kanton» variiert. Die meisten Spielenden bleiben deutlich unter dem Freibetrag, sodass weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer anfallen. Bei ausländischen Anbietern gibt es keine Schweizer Verrechnungssteuer, dafür kann eine kantonale Steuerpflicht bestehen – Thurgau beispielsweise behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen.
Tennis – Wettscheinheute.com
Inhalt erstellt vom Team «Wettscheinheute.com»
