So rechnet ein Quotenrechner Sportwetten sauber durch – Gewinn, Kombi, System
Ein Quotenrechner für Sportwetten beantwortet in Sekunden, was sonst Kopfrechnen wäre: Was zahlt eine Wette, wenn sie aufgeht? Was kostet sie, wenn ein Spiel kippt? Eine einzelne Quote ist schnell überschlagen, eine Kombiwette mit fünf Auswahlen wird mit jeder weiteren Auswahl unübersichtlicher, eine Systemwette mit Dutzenden Wettreihen erst recht. Wer vor dem Klick auf «Wette platzieren» weiss, was im besten Fall auf dem Wettschein steht und im schlechtesten verloren ist, geht mit einem anderen Blick in den Wettschein.

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten mit einer Bewilligung anbieten – jeder in seinem Vertragsgebiet, online nur mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt dort. Ein Quotenrechner rechnet unabhängig von der Bewilligungslage: Was mathematisch aus zwei Quoten folgt, folgt daraus – ob ein Schweizer Veranstalter die Wette im Programm führt oder nicht. Die Seite zeigt, wie die Rechnung geht, welche Quotenformate ein Rechner versteht, was eine Systemwette von einer Kombiwette unterscheidet, und an welchen Stellen das Ergebnis an die Regeln des Veranstalters stösst: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, gültige Quoten, abgesagte Spiele, Cash-Out.
Aktualisiert am 19. Oktober 2026; geprüft gegen die Spielregeln Sporttip (Version 4.2), das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024) und die Schweizer Geldspielaufsicht Gespa.
Schweizer Bewilligungslage: Wer Sportwetten anbieten darf und wer nicht
Die Schweiz hat den Markt für Grossspiele bewusst eng gezogen. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten ausdrücklich zu den Grossspielen (Art. 3 lit. c und e), und Art. 4 hält fest, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Kraft hat. Vergeben werden in diesem Segment nur zwei Veranstalterbewilligungen mit den dazugehörigen Spielbewilligungen: an Swisslos für das Produkt Sporttip und an die Loterie Romande für das Produkt Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Sportwettenmarke gibt es nicht – wer im Internet eine andere sieht, sieht ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung.

Die zwei erlaubten Veranstalter und ihre Vertragsgebiete
Swisslos – die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel – führt Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip ist in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein spielbar; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto bei Swisslos lässt sich nur eröffnen, wer im Vertragsgebiet wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt dort hat, mindestens 18 Jahre alt ist und keine Spielsperre trägt.
Die Loterie Romande – die Société de la Loterie de la Suisse Romande – führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz ist Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann bei der Loterie Romande kein Online-Konto eröffnen, genauso wenig umgekehrt.

Was bewilligt ist – und was nicht
Die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) führt die Aufsicht über die Lotterien und Sportwetten; das ESBK beaufsichtigt nur die Casinos. Eine Veranstalterbewilligung gilt nur in der Schweiz und deckt nur die im Programm aufgeführten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen ab – die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen vom 10. September 2026 ist dafür die Referenz. Was nicht auf dieser Liste steht, darf nicht angeboten werden: Eckball- oder Kartenmärkte etwa sucht man dort vergebens, ebenso eine Esports-Sektion; Frauenwettbewerbe stehen nur, soweit sie gelistet sind, Qualifikationsrunden nur, soweit sie gelistet sind, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind als Wettgegenstand ausgeschlossen. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind im Geldspielgesetz ohnehin nicht zugelassen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Ein Quotenrechner rechnet auch Wetten durch, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbietet. Wer mit ausländischen Tools plant, behält das im Hinterkopf: Was mathematisch funktioniert, ist nicht automatisch im Schweizer Wettprogramm verfügbar.
Was ein Rechner gegen die Bewilligungslage ausrichtet – und was nicht
Die Mathematik eines Quotenrechners ist bewilligungsneutral. Sie nimmt eine oder mehrere Quoten, einen Einsatz und rechnet daraus Bruttogewinn, Nettogewinn, Gesamtquote und Wettreihen einer Systemwette. Sie prüft nicht, ob der Veranstalter die Auswahl im Programm hat. Sie prüft nicht, ob der Einsatz innerhalb der Limits liegt (CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette bei Sporttip, bis CHF 10’000 pro Systemwette; CHF 2 online bzw. CHF 3 in Verkaufsstellen bei Jouez Sport). Sie prüft nicht, ob die Quote für die Auszahlung überhaupt zugelassen ist (bei Jouez Sport muss die Einzel- oder Gesamtquote zwischen 1.10 und 100’000 liegen). Sie prüft auch nicht, ob die Auswahl zu einem abhängigen Ereignis derselben Sportveranstaltung gehört – bei Sporttip werden solche Auswahlen nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert, und Swisslos kann eine fehlerhaft angenommene Kombination für ungültig erklären.
Was die Mathematik liefert, ist also die Antwort auf die Frage «Was wäre, wenn?» – unter der Annahme, dass die Wette so angenommen wird, wie sie eingegeben wurde. Ob sie das wird, entscheidet die Bewilligungslage und der Veranstalter.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden; es gibt keinen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren – Anfang 2026 standen 671 Domains auf der Liste. Bekannte Namen wie bet365, Interwetten oder Bet-at-Home tauchen dort auf. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und mit Busse bis CHF 500 000 bedroht (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS).
Wer in der Schweiz wettet, geht diesen Weg also am einfachsten über die zwei bewilligten Veranstalter im eigenen Vertragsgebiet. Wer aus anderen Gründen einen ausländischen Anbieter nutzt, spielt ohne Schweizer Schutz, mit vollständiger steuerlicher Erfassung der Gewinne nach kantonalem Recht – Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag als Einkommen.
Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und was der Rechner nicht leistet
Ein Quotenrechner zeigt, was eine Wette im Erfolgsfall zahlt. Er weiss nichts darüber, ob der Einsatz zum Monatsbudget passt, ob die Person an diesem Abend schon die dritte Wette platziert oder ob die Verlustlimite für heute schon überschritten ist. Die Spielerschutzregeln wirken unabhängig von jeder Berechnung – genau dort, wo der Rechner aufhört.
Verlust- und Einzahlungslimiten
Wer bei Swisslos online Sporttip spielt, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Das Geldspielgesetz schreibt diese Limiten nicht in dieser Form vor – Art. 87 VGS verlangt vom Veranstalter, einen oder mehrere Höchstwerte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust zu erheben; wie das Limit technisch umgesetzt wird, ist Sache des Veranstalters.
Bei einer Senkung greift die neue Limite sofort, das schützt. Bei einer Erhöhung gilt die 72-Stunden-Frist – wer abends nach einer verlorenen Wette den Verlust am nächsten Morgen mit höherem Limit nachholen will, wartet drei Tage. Das ist kein Zufall, sondern eine bewusste Pause gegen impulsive Erhöhungen.
Spielsperre und Sperrregister
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register ist im Geldspielgesetz geregelt (Art. 80–82 BGS); eine selbst gewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten wieder aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beizug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr noch nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Für die Online-Registrierung verlangt Swisslos mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer für Sporttip wettet, muss 18 Jahre alt sein; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Was ein Rechner nicht ersetzt
Der Reingewinn ist nur eine Seite. Wer seinen Einsatz plant, sollte ihn so setzen, dass der Verlustfall nicht mehr als einen vorab definierten Bruchteil des Monatsbudgets ausmacht – und dieser Bruchteil sollte unter der Verlustlimite für den betreffenden Zeitraum liegen. Die Verlustlimite ist die obere Schranke, das eigene Budget eine feinere. Ein Quotenrechner kann keine Selbstdisziplin überschreiben: Wer die Limite umgehen will, findet Schlupfwege; wer die Limite einhält, hat sie nicht wegen des Rechners eingehalten, sondern vorher.
Das gilt umso mehr für Kombiwetten und Systemwetten: Je mehr Auswahlen, desto höher die Gesamtquote und desto höher der potenzielle Reingewinn – und desto kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass jede Auswahl aufgeht. Ein Rechner multipliziert die Quoten, er teilt nicht die Trefferchance. Wer die Trefferwahrscheinlichkeit nicht im Kopf hat, sollte die Systemwette mit Wettreihen als Variante prüfen: Eine Trixie aus drei Auswahlen deckt drei Wettreihen ab, eine Yankee aus vier schon elf. Der Einsatz verteilt sich auf mehrere Reihen, einzelne Fehler kosten nicht den kompletten Einsatz. Das ist Mechanik, kein Schutz – wer sich verschätzt, verliert trotzdem.
Wettarten und Quotenformate: Was ein Rechner können muss
Ein Quotenrechner leistet so viel, wie die Eingaben ihm erlauben. Wer mit Bruchquoten aus Grossbritannien rechnet, muss sie zuerst in Dezimalquoten umrechnen, bevor ein kontinentaleuropäischer Rechner sie verdaut. Wer eine Kombiwette plant, braucht einen Rechner, der die Einzelquoten zur Gesamtquote multipliziert. Wer eine Systemwette prüft, braucht einen, der die Wettreihen auflistet und pro Reihe den Reingewinn ausweist.
Reingewinn, Bruttogewinn und Gesamtquote
Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1). Der Bruttogewinn – also das, was am Ende auf das Konto zurückfliesst – ist Einsatz × Quote. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert: Wer drei Quoten von 1.80, 2.20 und 1.95 zu einer Kombiwette à CHF 10 verbindet, wettet mit der Gesamtquote 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7.7220 und gewinnt im Erfolgsfall 10 × 7.7220 = CHF 77.22 brutto, also 67.22 netto. Gewonnen ist die Kombiwette nur, wenn jede einzelne Auswahl richtig getippt wurde; ein falsches Spiel kostet den ganzen Einsatz. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet – aus 77.22 wird 77.20, aus 77.23 wird 77.20, aus 77.25 bleibt 77.25.
Ein Quotenrechner erspart die Multiplikation im Kopf und liefert zusätzlich die Trefferquote, die Gesamtquote und die Auszahlung pro Wettreihe einer Systemwette. Was er nicht liefert, ist eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit, dass die Auswahl eintrifft – die steckt in der Quote selbst, aber nicht in der Rechnung.
Quotenformate: Dezimal, Bruch, US
Ein vollständiger Rechner versteht drei Formate und rechnet sie um. Eine Dezimalquote von 5.50 entspricht bei einem Einsatz von 1 € einer Auszahlung von 5.50 € und einem Reingewinn von 4.50 €; dieselbe Quote lautet als Bruchquote 9/2 (also 9/2 = 4.50 Nettogewinn pro 2 Einsatz = 2.25 Nettogewinn pro 1 Einsatz, Dezimalquote 1 + 4.50/2 = 3.25 – Anmerkung: Die Wikipedia-Belegstelle gibt als äquivalente Bruchquote 9/2 und US-Quote +450 an; in Dezimalform entspricht das 5.50) und als US-Quote +450. Eine Dezimalquote von 1.40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250; bei der US-Quote bedeutet −250, dass 250 $ eingesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen. Die Umrechnung von Dezimal auf US: Bei Dezimalquoten unter 2.00 (Favorit) ist die US-Quote negativ und ihr Betrag errechnet sich als −100/(Dezimalquote − 1); bei Dezimalquoten über 2.00 (Aussenseiter) ist die US-Quote positiv und lautet +(Dezimalquote − 1) × 100.
Wer in der Schweiz wettet, sieht auf Sporttip und Jouez Sport durchgehend Dezimalquoten. Wer ausländische Wettprogramme vergleicht oder einen Rechner nutzt, der ein anderes Format erwartet, kommt mit einem Rechner weiter, der die Eingabe in einem Format entgegennimmt und intern auf das vom Veranstalter verwendete Format umrechnet.
Einzel-, Kombi- und Systemwette
Die Einzelwette setzt auf ein Ereignis: ein Spiel, ein Satz, ein Spieler. Die Kombiwette verbindet mehrere unabhängige Einzelwetten zu einer Wette mit gemeinsamer Gesamtquote; der Einsatz gilt für die ganze Wette, und die Wette ist nur dann gewonnen, wenn jede Auswahl richtig ist. Die Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombiwetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede daraus entstehende Kombination heisst Wettreihe.
Eine Trixie besteht aus drei Auswahlen und bildet drei Wettreihen (drei Zweier-Kombiwetten plus eine Dreier-Kombiwette). Eine Yankee besteht aus vier Auswahlen und bildet elf Wettreihen (sechs Zweier-, vier Dreier- und eine Vierer-Kombiwette). Eine Super Yankee mit fünf Auswahlen kommt auf 26 Wettreihen, eine Heinz mit sechs auf 57, eine Super Heinz mit sieben auf 120. Der Quotenrechner listet pro Reihe Reingewinnohne und Reihe Einsatz auf und zeigt den Gesamteinsatz – wer eine Heinz à 6 Auswahlen à CHF 1 pro Reihe wettet, ist mit 57 × 1 = CHF 57 dabei, nicht mit 6.
Der Reingewinn einer Wettreihe ist die Reihe Einsatz × (Reihe Gesamtquote − 1). Die Reihe Gesamtquote ist das Produkt der Quoten dieser Reihe. Ein ausgelassenes Spiel kostet in der Systemwette die Wettreihen, die dieses Spiel enthalten, nicht die ganze Wette – und genau deshalb unterscheidet sich eine Systemwette von einer Kombiwette.
Was die Marge bedeutet
Ein Rechner, der die Quoten ehrlich einliest, kennt die Marge des Marktes nicht – er rechnet nicht den Buchmachervorteil heraus. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist die Auszahlungsquote: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quote_n). Die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote. Bei einer Zweiweg-Wette mit beiden Quoten 1.90 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95 oder 95 %, die Marge also etwa 5 %. Bei Quoten 1.85/1.95 sinkt die Auszahlungsquote leicht, die Marge steigt. Der Buchmacher behält von jedem eingesetzten Franken auf diesem Markt im Schnitt 5 Rappen ein.
Ein Rechner, der die Quoten verarbeitet, rechnet im Rahmen dieser Marge. Wer den Erwartungswert einer Wette über lange Sicht schätzt, zieht die Marge ab: Eine faire Wette ohne Marge würde zu jeder Dezimalquote die faire Wahrscheinlichkeit 1/Quote tragen. Mit Marge trägt sie diese Wahrscheinlichkeit minus den Buchmacheranteil. Wer regelmässig wettet, gibt im Schnitt die Marge ab.
Wie man die Marge berechnet – das Rechenbeispiel
Eine illustrative Zweiweg-Wette mit Quoten 1.90 / 1.90: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (2 × 0.5263…) = 1 ÷ 1.0526… ≈ 0.95. Die Auszahlungsquote liegt bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %.
Das ist die Grössenordnung, mit der ein typischer Markt auf Sporttip und bei den meisten Veranstaltern arbeitet. Bei Favoritenwetten mit sehr kurzen Quoten liegt die Marge höher, bei Aussenseiterwetten mit langen Quoten oft niedriger – der Buchmacher holt sich seinen Vorteil über das ganze Programm, nicht über jeden einzelnen Markt gleich.
Die Rangliste: Wettanbieter und Rechner im Vergleich
Der Schweizer Markt für bewilligte Sportwetten ist klein: zwei Veranstalter, jeder in seinem Vertragsgebiet. Wer einen Quotenrechner nutzt, nutzt ihn entweder als reines Rechenwerkzeug – Eingabe von Quote und Einsatz, Ausgabe von Gewinn – oder als Teil der Wettplattform eines Veranstalters. Im Folgenden die Übersicht der Anbieter im Vergleich.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter und ausgewiesene Bewilligungsgrundlage |
|---|---|---|
| Sporttip | Schweizer Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel (BGS SR 935.51; Aufsicht Gespa) |
| Jouez Sport | Schweizer Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung | Loterie Romande, Lausanne (BGS SR 935.51; Aufsicht Gespa) |
| 22Bet | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| MyStake | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| Interwetten | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| IviBet | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| bet365 | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| BC Game | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| Bruce Bet | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
| GG BET | Keine Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz |
Die zwei Schweizer Veranstalter führen ihre eigenen Quotenrechner im Wettschein – Sporttip zeigt vor dem Klick auf «Wette platzieren» den potenziellen Brutto- und Nettogewinn; Jouez Sport liefert im Online-Spiel die Anzeige pro Wettschein. Drittanbieter-Rechner – eigenständige Webseiten oder App-Funktionen – arbeiten bewilligungsneutral und rechnen alles durch, was Quoten hat. Sie stehen in der Schweiz in einer Grauzone: Wer ein ausländisches Tool nutzt, um eine Wette bei einem Schweizer Veranstalter zu prüfen, verstösst gegen kein Gesetz. Wer ein ausländisches Tool nutzt, um bei einem ausländischen Anbieter zu wetten, bewegt sich ausserhalb der Schweizer Bewilligung – unabhängig davon, was der Rechner rechnet.
Sporttip – der Schweizer Veranstalter im Deutschschweizer Vertragsgebiet
Swisslos ist einer der zwei vom Geldspielgesetz vorgesehenen Veranstalter für Sportwetten in der Schweiz. Sporttip ist das Produkt für Wetten auf Sportereignisse und wird durch die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel angeboten. Online spielen kann nur, wer im Vertragsgebiet wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat – also in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH und TI sowie im Fürstentum Liechtenstein. Verlangt werden mindestens 18 Jahre, eine bestätigte Adresse und keine bestehende Spielsperre; jede Person darf nur ein Konto führen. Wer Sporttip nutzt, ist an die Schweizer Spielregeln gebunden, an die Schweizer Spielsperre und an die Schweizer Steuerpraxis.
Das Programm deckt das ab, was die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen erlaubt. Eckballmärkte und Kartenmärkte sucht man auf Sporttip vergebens; bei Fussball stehen die klassischen 1X2-, Tore- und Handicap-Märkte, kombiniert werden unabhängige Auswahlen über die normale Kombiwette und abhängige Auswahlen desselben Spiels über die Bet-Builder-Funktion. Cash-Out ist verfügbar – vollständig, ohne Teilauszahlung, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird, gibt es nicht; der Betrag hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Die Mindest- und Höchsteinsätze sind eng gefasst: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombiwetten, CHF 1’000 Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Bei Jouez Sport, dem Westschweizer Pendant, liegen die Mindesteinsätze bei CHF 2 online (CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, mit einer Gesamtobergrenze von CHF 7’500 pro Multiples-Wettschein.
Vor der ersten Sportteibeilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich. Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage blockieren; eine unbefristete Spielsperre wird im Schweizer Register eingetragen und gilt auch für Casinos.
Das Urteil: Sporttip ist die einzige seriöse Adresse für Schweizer Wettende mit Wohnsitz im Deutschschweizer Vertragsgebiet und Liechtenstein. Wer auf den Kombiboost, Quotenboosts oder Profitboosts verzichten kann und mit dem geschlossenen Wettprogramm lebt, wettet mit voller Schweizer Anbindung – Spielsperre, Limiten, ESTV-Praxis – und mit Quoten, die sich an der Gespa-Liste orientieren.
Jouez Sport – der Schweizer Veranstalter in der Westschweiz
Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, kann hier ein Online-Konto eröffnen; wer in Zürich oder Basel wohnt, nicht. Das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024) legt Mindesteinsatz (CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples), Höchsteinsatz (CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette) und Höchstgewinne (CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 pro Multiples insgesamt) fest. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen – eine Wette ausserhalb dieses Bereichs nimmt das System nicht an.
Jouez Sport bietet Multiples (Kombiwetten) mit 2 bis 10 Voraussagen; eine Kombiwette mit 11 Auswahlen ist im Wettschein nicht möglich. Die Auszahlungslogik folgt der Schweizer Spielregel-Praxis: Einsatz mal Quote, mit der gleichen Aufrundungs- und Abrundungsregel wie bei Sporttip auf 5 Rappen genau. Gewinnauszahlungen erfolgen auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers – anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im Schweizer bewilligten Rahmen nicht. Wer in der Westschweiz wohnt und nicht über die Sprachgrenze hinweg ausweichen will, wettet mit Jouez Sport in voller Schweizer Anbindung.
Das Urteil: Jouez Sport ist für die Romandie das, was Sporttip für die Deutschschweiz ist – kleinere Veranstaltungsfläche, engere Limits, aber identisches Sicherheitsnetz. Wer mit dem Programm auskommt, hat den Vorteil der Schweizer Spielsperre und der Schweizer Auszahlungspraxis; wer die breiteren Wettprogramme ausländischer Anbieter sucht, ist hier falsch.
22Bet – ohne Schweizer Bewilligung
22Bet gehört zu den ausländischen Wettanbietern, die in der Schweiz ohne Bewilligung operieren. Die Marke wird mit einer Lizenz aus Curaçao beworben, ohne dass diese in der Schweiz Kraft entfaltet (Art. 4 BGS). In der Schweiz ist das Angebot nur über die Sperrliste der Gespa erreichbar – genauer: 22Bet-Domains tauchen regelmässig auf der Liste auf, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Wer in der Schweiz wohnt und 22Bet nutzt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, hat keinen Schweizer Rechtsweg und läuft Gefahr, dass Einsätze und Gewinne in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Der Quotenrechner auf 22Bet – sofern man ihn aus der Schweiz überhaupt erreicht – arbeitet bewilligungsneutral. Er kennt die Schweizer Limiten nicht und akzeptiert Einsätze, die Sporttip oder Jouez Sport zurückweisen würden. Er hilft beim Rechnen, aber er ändert nichts an der rechtlichen Lage.
Das Urteil: 22Bet ist die Wahl für Wettende, die Schweizer Bewilligung bewusst ablehnen – aus welchen Gründen auch immer. Wer in der Schweiz wohnt, sollte den Preis dieses Wegs kennen: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Limiten, keine Schweizer Auszahlungspraxis. Die Quoten mögen verlockend sein, der Erwartungswert bleibt negativ.
MyStake – ohne Schweizer Bewilligung
MyStake ist eine weitere Marke aus dem internationalen Markt für Online-Sportwetten, ohne Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung. Auch hier gilt: Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, eine Drittlandlizenz – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer bei MyStake wettet, wettet ohne Schweizer Anbindung. Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen; der Anbieter hat in der Schweiz keinen Rechtsweg. Das Tool auf MyStake hilft beim Rechnen, ändert aber die Bewilligungslage nicht.
Das Urteil: Funktional vergleichbar mit 22Bet – ein breiteres Wettprogramm, häufig höhere Quoten auf Aussenseiter, dafür ohne Schweizer Schutz. Wer in der Schweiz wohnt, zahlt für diese Wahl mit fehlender Anbindung an das Ausschlussregister und mit der kantonalen Steuerpraxis für ausländische Gewinne.
Interwetten – ohne Schweizer Bewilligung
Interwetten ist ein österreichischer Anbieter mit langer Marktpräsenz, aber ohne Schweizer Bewilligung. Auch Interwetten-Domains tauchen auf der Gespa-Sperrliste auf – der Anbieter wird im Kontext des Schweizer Sperrlisten-Systems explizit als Beispiel für «Domain-Hopping» genannt. Das bedeutet, dass gesperrte Domains innerhalb weniger Stunden ersetzt werden können und die Sperre daher nie vollständig ist. Für Schweizer Wettende ändert das die Lage nicht: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, der Anbieter hat keinen Schweizer Rechtsweg.
Das Urteil: Interwetten ist ein Beispiel für die Schnelllebigkeit ausländischer Angebote – wer die Domain heute kennt, kann sie morgen auf der Sperrliste wiederfinden. Schweizer Wettende mit Wohnsitz in einem Vertragsgebiet sind mit Sporttip oder Jouez Sport besser bedient.
IviBet – ohne Schweizer Bewilligung
IviBet reiht sich in das Bild der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein. Auch hier keine Schweizer Veranstalterbewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg. Der Rechner im Wettschein ist bewilligungsneutral und rechnet, was die Quoten hergeben – er ändert nichts daran, dass die Wette in der Schweiz rechtlich in einer Grauzone steht.
Das Urteil: Funktional vergleichbar mit 22Bet und MyStake – ein breites Programm, keine Schweizer Anbindung. Wer seinen Wohnsitz in der Schweiz hat, entscheidet sich damit gegen den Schutz durch das Schweizer Geldspielgesetz.
bet365 – ohne Schweizer Bewilligung
bet365 ist der grösste internationale Anbieter von Sportwetten und in der Schweiz ohne Bewilligung. bet365-Domains stehen auf der Gespa-Sperrliste – der Anbieter wird in der Gespa-Kommunikation zum Domain-Hopping namentlich erwähnt. Das hebt die Schweizer Bewilligungslage nicht auf: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS), der Anbieter hat keinen Schweizer Rechtsweg, Gewinne fallen unter die kantonale Steuerpraxis für ausländische Grossspiele.
Das Urteil: bet365 ist international der Platzhirsch – das Programm ist breit, die Quoten sind wettbewerbsfähig. Für Schweizer Wettende bleibt die Lage dieselbe wie bei 22Bet, MyStake und IviBet: keine Schweizer Anbindung, dafür die Schnelllebigkeit der Sperrliste.
BC.Game – ohne Schweizer Bewilligung
BC.Game tritt mit einer Lizenz aus einer Offshore-Jurisdiktion auf und unterhält Krypto-Wettmärkte. Auch hier: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg. Krypto-Auszahlungen – bei BC.Game ein Kernmerkmal – sind im bewilligten Schweizer Rahmen nicht möglich (Art. 50 Abs. 2 VGS schreibt Auszahlung auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers vor). Wer in der Schweiz wohnt und bei BC.Game wettet, wettet ohne Schweizer Schutz und mit Krypto-Auszahlungen, die in der Schweiz über keine Anbindung an die Bankenaufsicht verfügen.
Das Urteil: BC.Game ist die Adresse für Wettende, die bewusst auf Krypto-Wettmärkte setzen. Für Schweizer Wettende ist die Lage prekär – keine Bewilligung, keine Schweizer Bankanbindung, keine Spielsperre.
Bruce Bet – ohne Schweizer Bewilligung
Bruce Bet reiht sich in die Reihe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein. Keine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Spielsperre. Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen; die Lizenz des Anbieters hat in der Schweiz keine Kraft.
Das Urteil: Funktional vergleichbar mit den anderen ausländischen Anbietern – breites Programm, keine Schweizer Anbindung. Wer in der Schweiz wohnt, wählt damit einen Anbieter, der keine Anbindung an das Schweizer System besitzt.
GG.BET – ohne Schweizer Bewilligung
GG.BET positioniert sich im Esports-Bereich und unterhält ein Wettprogramm, das auf Schweizer Veranstaltern nicht verfügbar ist – Esports steht nicht auf der Gespa-Liste der bewilligten Wetttypen. Auch GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Wer Esports wetten will und in der Schweiz wohnt, hat im bewilligten Markt keine Adresse und bewegt sich bei GG.BET ausserhalb der Schweizer Bewilligung.
Das Urteil: GG.BET ist die einzige Adresse in dieser Übersicht mit nennenswertem Esports-Programm – was im Schweizer Markt nicht verfügbar ist. Wer diesen Markt bewusst sucht, weiss, dass er ohne Schweizer Schutz wettet.
Was der Rechner wirklich kann – und wo er aufhört
Ein Quotenrechner ist ein Werkzeug, keine Empfehlung. Er nimmt Quoten entgegen, einen Einsatz, eine Auswahl von Wettreihen, und liefert Zahlen zurück. Was er nicht liefert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Auswahl eintrifft – die steckt in der Quote, nicht in der Rechnung. Was er nicht liefert, ist ein Urteil darüber, ob die Quote den Einsatz rechtfertigt – das ist eine Frage des Erwartungswerts, und der Erwartungswert ist über lange Sicht negativ, sobald die Marge des Marktes eingepreist ist.
Wo der Rechner hilft
Kombiwetten mit vielen Auswahlen: Wer fünf oder mehr Einzelquoten kombiniert, bekommt eine Gesamtquote, die im Kopf nicht mehr nachvollziehbar ist. Der Rechner multipliziert und zeigt den Brutto- und Nettogewinn. Systemwetten: Wer eine Yankee aus elf Wettreihen oder eine Heinz aus 57 plant, braucht einen Rechner, der pro Wettreihe den Reingewinn zeigt. Quotenformate: Wer ausländische Quoten sieht – Bruch- oder US-Format – und mit Schweizer Dezimalquoten vergleichen will, braucht einen Rechner, der umrechnet. Limits: Wer vorab prüft, ob eine Wette innerhalb der Mindest- und Höchsteinsätze liegt (CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette bei Sporttip, CHF 2 online bis CHF 500 bei Jouez Sport, mit Quote zwischen 1.10 und 100’000), sieht im Wettschein, ob die Wette angenommen würde.
Wo der Rechner aufhört
Marge und Erwartungswert: Wer eine faire Wahrscheinlichkeit aus der Quote ableiten will – 1/Quote für eine faire Wette ohne Marge – und mit der impliziten Wahrscheinlichkeit des Marktes vergleichen will, braucht die Auszahlungsquote und damit die Marge. Eine Zweiweg-Wette mit Quoten 1.90 / 1.90 hat eine Auszahlungsquote von rund 95 %, die faire Wahrscheinlichkeit für jedes Outcome läge bei 50 %, die implizierte bei etwa 52.6 %. Der Buchmacher behält 5 Rappen pro Franken. Wer das nicht einpreist, wettet gegen einen negativen Erwartungswert.
Steuer: Schweizer Grossspiel-Gewinne sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag – die Bundes-Schwelle liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, die kantonale Schwelle unterscheidet sich je nach Kanton. Wer den Freibetrag nicht übersteigt, hat auf den Gewinn keine Einkommensteuer zu zahlen und keine Verrechnungssteuer. Wer über Hochschwelle wettet, zahlt 35 % Verrechnungssteuer auf den Gewinn, zurückholbar über die Steuererklärung. Gewinne aus ausländischen Grossspielen behandelt Thurgau ohne Freibetrag als Einkommen; andere Kantone handhaben das unterschiedlich. Der Rechner kennt die Steuerlage nicht.
Bewilligungslage: Der Rechner rechnet, was die Quote hergibt – unabhängig davon, ob der Veranstalter die Auswahl im Programm hat. Er prüft nicht, ob die Auswahl zu einem abhängigen Ereignis derselben Sportveranstaltung gehört (Sporttip: Bet-Builder-Funktion nötig). Er prüft nicht, ob das Ereignis abgesagt wird und die Wette ungültig wird (Sporttip: bei Absage ohne Nachholung innerhalb 48 Stunden wird die Einzelwette zurückbezahlt, in der Kombiwette erhält die Voraussage Quote 1.00). Er prüft nicht, ob ein Cash-Out angeboten wird und zu welchem Betrag (Sporttip: vollständig, ohne Teilauszahlung, abhängig vom Spielstand, nicht garantiert pro Markt).
Verantwortung: Wer die Limite umgehen will, findet Schlupfwege – mehrere Konten, ausländische Anbieter ohne Schweizer Anbindung. Wer die Limite einhält, hat sie nicht wegen des Rechners eingehalten. Der Rechner zeigt, was eine Wette maximal zahlt; er zeigt nicht, was sie im Erwartungswert kostet und nicht, ob der Einsatz ins Budget passt. Wer nach einer verlorenen Wette den Einsatz erhöht, um den Verlust zurückzuholen, hat die Mechanik verstanden, nicht das Spiel.
Schweizer Steuerpraxis für Wettgewinne
Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Auf Bundesebene liegt die Schwelle ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle ist tiefer und unterscheidet sich je nach Kanton – wer sie übersteigt, zahlt auf den übersteigenden Betrag Einkommensteuer. Wer den Freibetrag deutlich übersteigt, hat zusätzlich 35 % Verrechnungssteuer auf den Gewinn, die der Veranstalter direkt abzieht und die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann.
Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dem Freibetrag und hat mit dem Gewinn weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer zu zahlen. Die ESTV stuft Sportwetten ausdrücklich als Grossspiele ein. Eine Wettsteuer auf den Einsatz – wie sie in anderen Ländern existiert – gibt es in der Schweiz nicht. Wer das behauptet, erzählt über die Schweizer Praxis etwas Falsches.
Gewinne aus ausländischen Grossspielen sind anders behandelt. Die kantonale Steuerpraxis ist nicht einheitlich; Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag als Einkommen. Andere Kantone sind grosszügiger. Wer mit einem ausländischen Anbieter wettet, sollte sich bei der kantonalen Steuerverwaltung oder einem Steuerberater erkundigen.
Werbung und Boni – was erlaubt ist und was nicht
Das Geldspielgesetz schränkt die Werbung für bewilligte Schweizer Grossspiele ein: Sie darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und mit Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) – 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.
Quotenboosts und Profitboosts bei Sporttip sind an klare Voraussetzungen gebunden. Der Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten), verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50 und stockt den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen – Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Was nach Marketing glänzt, ist nach Mechanik ein an Bedingungen gebundener Zuschlag auf den Nettogewinn – nicht auf den Einsatz, nicht auf den Bruttogewinn.
Cash-Out, Livewetten und Spielregeln im Detail
Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird, besteht nicht. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Rechner rechnet diese Reduktion nicht automatisch nach.
Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer (Fussball etwa 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Wer eine Kombiwette mit fünf Auswahlen plant und eine Auswahl abgesagt wird, verliert den Vorteil der Gesamtquote, weil die abgesagte Auswahl mit 1.00 gewertet wird – die Gesamtquote sinkt, die Wette ist noch gewinnbar, wenn die restlichen vier Auswahlen treffen.
Auszahlung und Zahlung
Bewilligte Schweizer Sportwetten zahlen Gewinne und Restguthaben ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers aus (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Rahmen nicht. Kreditierung an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS) – der Veranstalter darf dem Spielenden kein Geld leihen, um die Wette zu platzieren.
Welche Zahlungsmittel ein Veranstalter konkret akzeptiert – Banküberweisung, PostFinance, Twint, Karte – steht in seinen Bedingungen. Welche Zahlungsmittel ausländische Anbieter akzeptieren, steht in deren Bedingungen; diese haben in der Schweiz keine bindende Wirkung, und es gibt kein Schweizer Sperrsystem, das Zahlungen an ausländische Anbieter blockiert.
Fazit: Was bleibt
Ein Quotenrechner ist ein Werkzeug. Er rechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit einer bis zwanzig Auswahlen, rechnet Quotenformate um und zeigt Brutto- und Nettogewinn pro Wettreihe. Er hilft beim Planen, nicht beim Entscheiden. Was er nicht leistet, ist die Bewertung der Quote, die Prüfung der Bewilligungslage, die Kontrolle der eigenen Limiten und die Frage, ob der Einsatz ins Budget passt. Diese Fragen beantwortet der Wettende selbst.
In der Schweiz führen zwei Veranstalter mit Schweizer Bewilligung Sportwetten durch: Swisslos mit Sporttip im Deutschschweizer Vertragsgebiet und in Liechtenstein, Loterie Romande mit Jouez Sport in der Westschweiz. Beide verlangen Wohnsitz im Vertragsgebiet, Mindestalter 18, eine Verlustlimite vor der ersten Teilnahme und bieten Cash-Out, Livewetten und Schweizer Spielsperre. Die ausländischen Anbieter – 22Bet, MyStake, Interwetten, IviBet, bet365, BC.Game, Bruce Bet, GG.BET – haben in der Schweiz keine Bewilligung, keine Anbindung an das Ausschlussregister und keinen Schweizer Rechtsweg; sie locken mit breiteren Programmen und höheren Quoten, sie kosten Schweizer Spielerinnen und Spieler den vollen Schutz des Geldspielgesetzes.
Wer in der Schweiz wettet, wettet am einfachsten über die zwei bewilligten Veranstalter im eigenen Vertragsgebiet. Wer einen Rechner sucht, findet ihn im Wettschein der beiden Veranstalter oder als eigenständiges Werkzeug. Was er daraus macht, ist seine Sache – der Rechner rechnet nur.
Häufig gestellte Fragen zum Quotenrechner
Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Quote von 2.50 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt sich ein Reingewinn von CHF 30 und ein Bruttogewinn von CHF 50, also eine Rückzahlung von CHF 50 auf das Wettkonto. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote durch Multiplikation der Einzelquoten gebildet, der Einsatz gilt für die gesamte Wette.
Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie lassen sie sich umrechnen?
Die Dezimalquote ist der Multiplikator für den Einsatz und enthält den Einsatz selbst: 2.50 bedeutet 2.50 Franken Rückzahlung pro Franken Einsatz. Die Bruchquote zeigt nur den Nettogewinn: 9/2 bedeutet 4.50 Franken Nettogewinn pro 2 Franken Einsatz. Die US-Quote ist bei Favoriten negativ (wie viel eingesetzt werden muss, um 100 Gewinn zu erzielen) und bei Aussenseitern positiv (wie viel Gewinn pro 100 Einsatz). Die Umrechnung ist im Schweizer Sportteil sticht überflüssig – Sporttip und Jouez Sport zeigen durchgehend Dezimalquoten.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder weiteren Voraussage?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei drei Auswahlen mit 1.80, 2.20 und 1.95 ergibt sich 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7.72. Gewonnen ist die Wette nur, wenn jede Auswahl trifft. Die Trefferchance sinkt, weil jede Auswahl eine eigene Unsicherheit hat; drei Auswahlen mit Einzel-Trefferraten von 60 %, 55 % und 50 % ergeben eine gemeinsame Trefferquote von 60 % × 55 % × 50 % = 16.5 %, nicht 55 %. Die Gesamtquote steigt, die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt – der Reingewinn im Erfolgsfall ist höher, die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erreichen, ist tiefer.
Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?
Eine Systemwette fasst mehrere Kombiwetten aus einem gemeinsamen Pool von Auswahlen zusammen und wird als «X aus Y» angegeben – zum Beispiel «2 aus 3» für eine Kombiwette mit zwei Auswahlen aus drei möglichen. Eine Trixie ist «2 aus 3 mit 3 Wettreihen»: Sie umfasst drei Zweier-Kombiwetten plus eine Dreier-Kombiwette und damit insgesamt vier Wettreihen mit drei Auswahlen. Eine Yankee ist «2 aus 4 mit 11 Wettreihen»: sechs Zweier-, vier Dreier- und eine Vierer-Kombiwette. Eine Heinz aus 6 Auswahlen kommt auf 57 Wettreihen, eine Super Heinz aus 7 auf 120.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Multiples-Wettschein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.
Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet diese für den Erwartungswert auf lange Sicht?
Ein reiner Gewinnrechner zeigt die Marge nicht. Die Marge ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote eines Marktes, die als 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) berechnet wird. Bei einer Zweiweg-Wette mit Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 %, eine Marge von etwa 5 %. Über lange Sicht behält der Anbieter im Schnitt 5 Rappen pro eingesetztem Franken auf diesem Markt. Wer regelmässig wettet, gibt im Erwartungswert die Marge ab – die faire Wahrscheinlichkeit 1/Quote wird durch die implizierte Wahrscheinlichkeit des Marktes ersetzt, und die Differenz ist der Preis des Anbieters.
Quoten – Wettscheinheute.com
Inhalt erstellt vom Team «Wettscheinheute.com»
